Kabelsalat

Nachdem ich den Frust überwunden und den Entschluss gefasst hatte, auch diese Saison sausen zu lassen, möchte ich meine Bootszeit nicht nur damit verbringen, leicht schaukelnd bei Kaffee und Keksen im Hafen zu liegen. Es gibt noch so viel zu tun an Bord. Unter anderem müssen die Fehler korrigiert werden, die der stets eilig aufs Wasser wollende Leichtmatrose bisher begangen hat. Da wären zunächst einmal die Kabel im Motorraum. Die sind so verlegt, dass sie exakt von A nach B reichen; die elektrischen Funktionen sind ergo mehr oder weniger zuverlässig gewährleistet. Schön und wartungsfreundlich geht jedoch anders. Doch da Elektrik nicht zu den Lieblingskategorien meiner bisherigen Werkstattmechaniker zählte, musste ich stets selbst ran. Geduld hingegen zählt nun nicht zu meinen primären Tugenden: Design follows function – und fertig werden musste es ja auch mal. Doch jetzt soll alles besser werden …

Also habe ich Strom- und Masseverteiler beim Yacht- und Bootsausrüster meines Vertrauens erworben. Dazu Batteriekästen und diversen Kleinkram, wie Batteriepole etc. Neue Kabel habe ich bewusst noch nicht erworben und mich damit selbst überrascht. Ich will tatsächlich ERST einmal den tatsächlichen Bedarf ermitteln und DANN  gezielt einkaufen. Ein mir bisher völlig unbekannter Vorgang. Ich habe zudem aus früheren Einkaufsorgien auch noch einige Restbestände an Kabeln. Die reichen schätzungsweise einmal um den Äquator, es kann also nicht allzu viel fehlen.

Sehr alt und sehr kaputt

Im Rahmen der Motorraumverkabelung soll auch der neue Tiefenmesser installiert werden. Man möchte ja schließlich wissen, in welcher Tiefe man sich den Propeller rasiert hat. Das Kabel zum Echolotgeber (Raymarine) ist bereits gezogen und angeschlossen, aber (natürlich) noch nicht ordentlich verlegt. Dieses Kabel verläuft naturgemäß durch den Motorraum und muss also mit verarztet werden. Ferner wartet auch das zugehörige Display darauf, endlich die Kabelenden vom Geber zugeführt zu bekommen. Kleiner Haken: das Display muss dann nur noch in die Armaturentafel montiert werden. Dazu gilt es, einen passenden Ausschnitt aus dieser herauszuschneiden …

Auf Kabel wartet auch der Wechselrichter (MASTERVOLT), der bereits an der passenden Stelle im Laderaum befestigt wurde. Auch die kleine Fernbedienung dazu hängt am Kabel und würde gerne angeschlossen werden. Und die fette Sicherung für den Wechselrichter sollte ich besser auch nicht vergessen anzuschließen. Das wäre an Kabeln glaube ich alles, es bleiben jedoch noch genug Leitungen übrig.

Die Wasserleitungen der Sea Ray habe ich bereits komplett ausgetauscht und neu verlegt. Also komplett bis auf den Warmwasseranschluss im Bad, da gab es Problemchen mit dem Wasserhahn und so gibt es bisher nur kaltes Wasser dort. Um an diesem heimeligen Ort überhaupt arbeiten zu können, muss natürlich das WC ausgebaut werden. Im Bad kann man als Hobbit mit Orang-Utan Armen sicher prima arbeiten. Als 184 cm in die Höhe und etwas weniger in der Breite gewachsener Mitteleuropäer eher nicht. Aber das nur nebenbei. Das WC ist schon draußen; muss dann aber, nach der erfolgreichen Installation des neuen Warm- und Kaltwasserhahns, selbstverständlich wieder montiert werden. Da es eine Art Campingklo ist, ging das bisher immer relativ problemlos.

Das wären so die wichtigsten Dinge, die ich als Hafenlieger zu erledigen hätte. Es bleiben natürlich noch genug Kleinigkeiten übrig, aber im Winterlager kann ja auch gewerkelt werden.

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